Nachhaltig und fair reisen

Nachhaltiges Reisen, slow tourism und Entschleunigung zählen zu den Trendthemen im Tourismus, doch eine echte Wende im Verhalten its noch nicht zu erkennen. Nachhaltiges Verhalten auf Reisen weist lt. Statistik starke Parallelen zu nachhaltigem Handeln im Alltag auf: Es wird vor allem dann umgesetzt, wenn dies mit wenig Aufwand möglich ist und keine oder nur geringe Einschränkungen zu erwarten sind.

Wer beim Reisen auf das Fliegen weitestgehend verzichten möchte und auf umweltfreundlichere Transportmittel wie Zug und Bus umsteigen möchte, hat aber meist einen deutlichen Mehraufwand bei der Planung, von den oft viel höheren Reisekosten und der längeren Reisedauer ganz zu schweigen. Diesen Luxus muss man sich leisten können und wollen.

Doch die Mühe des nachhaltigen Reisens lohnt sich. Langsamere Fortbewegung bedeutet nicht nur eine Reduzierung von CO2-Emissionen (als Beispiel ein Vergleich: München-Glasgow Flug ca. 600kg CO2 pro Strecke, Zug ca. 110kg CO2 pro Strecke), sondern bietet auch eine tiefere Verbindung zur Natur. Die Distanzen fühlen sich greifbar an, jeder Höhenmeter wird spürbar, und der Weg wird zum Ziel. Statt schnell von A nach B zu hetzen, erlaubt das langsame Reisen, die Umgebung bewusst zu erleben, den Wind zu spüren und der Seele Raum zu geben.

Zum nachhaltigen und fairen Reisen gehören neben dem umweltfreundlichen Transport auch das naturschonende Verhalten während der Reise, das nachhaltige essen (regionales Essen genießen) und auch das Ressourcen sparen vor Ort dazu.

Es lohnt sich, das langsame und nachhaltige Reisen auszuprobieren und damit nicht nur dem Planeten, sondern vor allem sich selbst etwas Gutes zu tun.